Es gibt diesen Moment im Feed, in dem alles gleich aussieht. Gleiche Farben, gleiche Formen, gleiche Canva-Vorlagen, die aussehen, als hätten sie denselben Nachmittag in derselben Vorlage verbracht. Und irgendwann merkst du, wie dein Gehirn einfach abschaltet. Nicht, weil der Content schlecht wäre, sondern weil er aussieht wie schon tausendmal gesehen. Unser Kopf sortiert Wiederholungen gnadenlos aus. Praktisch im Alltag, tödlich für Marken.
Als ich das begriffen habe, wurde mir klar, dass Wiedererkennung nicht entsteht, indem etwas hübsch gestaltet ist. Sie entsteht dadurch, dass es eine Abweichung gibt. Etwas, das sich im Strom des Erwartbaren einen kleinen eigenen Raum baut. Eine Farbe, die eigentlich keiner nutzt. Eine Typo, die ein bisschen zu groß ist. Ein Bildstil, der nicht perfekt glattgebügelt wirkt. So Kleinigkeiten, die nicht laut schreien, aber eben auch nicht untergehen.